Über mich
Moin, ich bin Till. Ich prüfe nach.
Aus Tostedt, mit Kamera, mit einem Geschichtsstudium im Rücken und einer ziemlich festen Meinung zu KI: Machen ist billig geworden, Nachprüfen nicht.
Warum ich nachprüfe
Ich arbeite jeden Tag mit KI-Agenten. Sie werten für mich Podcasts, Studien und Fachartikel aus und bauen mir die Software, die ich brauche, ziemlich schnell sogar. Was dabei nicht schneller geworden ist: herauszufinden, ob stimmt, was da steht. Eine Zusammenfassung ist in Sekunden geschrieben, die Fundstelle dazu muss trotzdem jemand aufmachen. Das ist der Teil, den ich übernehme, für mich selbst und für Betriebe und Kanzleien hier in der Gegend. Wie das aussieht, steht in meiner Kolumne Nachgeprüft, und wo ich selbst danebenlag, unter Korrekturen.
Wo das herkommt
Mit sechzehn habe ich die Hochzeit unserer Nachbarn in Dollern gefilmt, und am Ende ist daraus eine ziemlich aufwendige DVD mit vielen einzelnen Clips geworden (bezahlt in Taschengeld-Größe, aber bezahlt). Das war 2008. Seitdem fotografiere und filme ich für Leute, die mich darum bitten, meistens, weil jemand jemanden kennt, der mich kennt. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Aufgewachsen bin ich in Dollern im Landkreis Stade, als ziemliches Dorfkind. Im Reetdachbetrieb meines Vaters war ich oft genug mit oben, um eines sicher zu wissen: Nach einem Tag auf dem Dach bin ich fertig, und für den Beruf fehlen mir die richtigen Hände. Wie viel Arbeit in einem Handwerk steckt, habe ich trotzdem mitgenommen.
Mein Weg zum Abitur ging über die Realschule und eine Berufsfachschule für Elektrotechnik und IT-Systeme, es hat halt etwas länger gedauert. Danach habe ich in Greifswald Geschichte und Politikwissenschaft studiert und nebenbei als Fotograf für die Pressestelle der Uni gearbeitet. In meiner Bachelorarbeit ging es 2019 um Upload-Filter, also um die Frage, ob große Plattformen selbst entscheiden dürfen, was öffentlich gesagt werden kann. Im Grunde ist das bis heute meine Frage, sie landet jetzt nur bei KI: Wohin gehen die Daten deines Betriebs, und wem gehört am Ende, was ihr wisst?
Nach dem Studium bin ich im Marketing gelandet. Bei Viebrockhaus habe ich Inhalte von Grund auf mit aufgebaut, bei Kühne + Nagel die interne IT-Kommunikation gemacht, bei VELUX Social Media, und heute arbeite ich im B2B-Marketing. Da lernt man, wie Kommunikation in großen Firmen läuft, mit Freigaben und Abstimmungsrunden, und vor allem, was man davon in einem Betrieb mit acht Leuten getrost weglassen kann.
Heidrich Digital mache ich neben dieser Festanstellung, und das sage ich lieber gleich dazu, weil man es in Tostedt sowieso erfährt. Deshalb sage ich dir eine Antwort bis zum nächsten Arbeitstag zu und nicht, dass ich immer sofort da bin. Seit 2022 kümmere ich mich um die Website der Dachdeckerei, die zur Familie meiner Partnerin gehört. Und die Website der Bauklempnerei Stöver hier in Tostedt habe ich neu gebaut, auch Familie, wie das in Tostedt so ist.
Was ich heute mache
Ich bin kein klassischer Webentwickler und will auch keiner werden. Die Software, die ich für mich selbst brauche, entwerfe ich, lasse sie von KI-Agenten bauen und betreibe sie dann selbst. Genau deshalb weiß ich, wie leicht KI danebenliegt. Bei mir bekommt deshalb alles, was sich nicht wieder rückgängig machen lässt, eine Freigabe durch einen Menschen. Was ich selbst gebaut habe, steht in der Werkstatt.
Eine Kundin habe ich 2011 zu ihrem 70. Geburtstag fotografiert und im Juli 2026 zu ihrem 85. Das ist mir ehrlich gesagt lieber als jede Bewertung mit fünf Sternen.
Ich wohne mit meiner Partnerin, unserem Sohn und unserem Hund in Tostedt. Den Rest erzähle ich dir am liebsten am Telefon. Oder beim nächsten Geburtstag, auf dem wir uns über den Weg laufen.